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Sa., 11.06., 10 Uhr: Busexkursion

auf den Spuren des Steinkohlenbergbaus[mehr]


Jahresprogramm 2016

erweitert mit neuen Veranstaltungen und Angeboten[mehr]


Exponat des Monats Mai


Auch im Mai stellen wir wieder einige ganz besondere Objekte aus unserer Sammlung vor. Als Exponat(e) des Monats werden dieses Mal Butt, Bemmbüchs‘ und Aktentasche gezeigt.

Die Aktentasche ist das klassische Erkennungsmerkmal eines Angestellten. Besonders in einer Zeit, in der nach dem Grundsatz „Kleider machen Leute“ der jeweilige Stand des Trägers eindeutig erkennbar war, hatte diese eine wichtige Bedeutung – nicht nur auf der Arbeit, sondern ebenso im zivilen Leben. Da Untertagearbeiter ihr mitgebrachtes Essen naturgemäß in der Grube zu sich nehmen mussten, waren auch Butt und Bemmbüchs‘ für sie unersetzbar. In der Butt, der Kaffeekanne, befand sich Tee oder Malzkaffee, der hier mundartlich Neescherschwäß‘ oder Gewerkschaftsbrieh‘ genannt wurde. Der in Sachsen besonders beliebte Bohnenkaffee war nur besonderen Anlässen vorbehalten, da er sonst viel zu teuer war.

Butt, Bemmbüchs‘ und Aktentasche sind die Accessoires der einzigartigen, historischen Führung mit dem Kohlenmesser Wendler, die erstmals in unserem Museum stattfindet. Wendler lässt am 18. Juni, 17 Uhr bei einem heiter-kurzweiligen Rundgang die Zeit um 1930 wieder auferstehen.

Sie möchten mehr über unser(e) Exponat(e) des Monats erfahren? Auf Anfrage bieten wir eine kleine museumspädagogische Aktion an, in der sich alles um den "Armeleutekaffee" dreht. In einem interessanten Gespräch erläutern wir die Bedeutung landläufiger Bezeichnungen wie Muckefuck oder Blümchenkaffee. Natürlich können die Besucher auch selbst Malzkaffee kochen und diesen probieren. Bei Interesse melden Sie sich bitte unter Tel. 037298/93940 oder per E-Mail an infobergbaumuseum-oelsnitzde.

 

Exponat des Monats April

 

Auch im April möchten wir wieder ein einzigartiges Objekt aus unserer Sammlung vorstellen. Als Exponat des Monats zeigen wir dieses Mal ein Verkaufsglas mit Steinkohle für den Landabsatz. Bei der ausgestellten Steinkohle handelt es sich um die Sorte „Nuß I gewaschen“ vom Kaiserin-Augusta-Schacht des Steinkohlenbauvereins Gottes Segen um 1910.

Noch heute ist es in Geschäften gebräuchlich, dem Kunden die Ware zu präsentieren. Dies war auch im Landabsatz, dem Kohlenverkauf für die einheimische Bevölkerung, üblich. Die Steinkohlen waren in verschiedenen Qualitäten und Sorten erhältlich, die sich nach der Größe richteten. Die ausgestellte Steinkohle der Sorte „Nuß I gewaschen“ war im oberen Preissegment angesiedelt - selbst Bergleute konnten sich diese nicht leisten.

Passend zu unserer Sonderführung mit dem Kohlenmesser Wendler am 18. Juni 2016, 17 Uhr möchten wir Interessierten dieses Objekt präsentieren, um einen kleinen Vorgeschmack zum Thema Verkaufsorganisation im Bergbau zu geben.

Sie möchten mehr über unser Exponat des Monats erfahren? Auf Anfrage bieten wir eine kleine museumspädagogische Aktion an, bei der wir auf der Hängebank die Räumlichkeiten und die Funktionsweise der Kohlenaufbereitung erläutern. Auf unserem Abenteuerspielplatz "Zwergenschacht" können Steine und Kohlenimitate gesammelt und dann sortiert werden - die Aufarbeitung wird den Besuchern so spielerisch nahe gebracht.
Bei Interesse melden Sie sich bitte unter Tel. 037298/93940 oder per E-Mail an info@bergbaumuseum-oelsnitz.de.

Exponat des Monats März

 

(26.02.2016) Ab März 2016 stellen wir jeden Monat einzigartige, gewöhnliche oder besondere Objekte aus unserer Sammlung vor.
Exponat des Monats März ist ein Paradekittel. Er wurde einst von einem Mitglied des Vereins Königstreuer Knappen im Lugau-Oelsnitzer Kohlenrevier getragen. Der Verein wurde im Jahre 1896 durch die Bergwerksunternehmer des Reviers gegründet. Ziel war es, im Interesse der Unternehmer ein Gegengewicht zur damals in Sachsen besonders starken Sozialdemokratie zu schaffen – ebenso sollten auch bergmännische Traditionen verkörpert werden. Die Mitglieder erhielten Vergünstigungen, konnten an vereinseigenen Veranstaltungen und Festivitäten teilnehmen und gestalteten Bergparaden aus. 1919 wurde der Verein aufgelöst, da das Königreich Sachsen nicht länger bestand.
Um nach der Auflösung des Vereins eben diese Traditionen weiter aufrecht zu erhalten und eine spätere Nutzung des Paradekittels zu gewährleisten, wurde in diesem Zusammenhang vermutlich die königliche Krone vom Ärmelzeichen abgeknickt.
Das Exponat des Monats März veranschaulicht so die politischen und gesellschaftlichen Veränderungen einer vergangenen Zeit.

Abschlussveranstaltung des Projektes „Abenteuer Heimat“ vom 5. Februar 2016

(11.02.2016) Das Projekt „Abenteuer Heimat – Kulturbündnis Stollberg-Oelsnitz“ feierte nach dreijähriger Laufzeit seinen Abschluss im Bergbaumuseum Oelsnitz.

Während einer Zusammenarbeit mit dem Förderschulzentrum Oelsnitz, dem Carl-von-Bach-Gymnasium und dem „Dürer“ in Stollberg nahmen zahlreiche Kinder und Jugendliche mit viel Kreativität und Eigeninitiative an unterschiedlichen Projekten und Workshops teil. Unter anderem fanden spannenden Kurse und Angebote wie Holzschnitzen, Graffiti aber auch Hip-Hop-Tanz statt. Ebenso wurde den kleinen Entdeckern vom Fotowettbewerb über Geocaching bis hin zur Mitmach-Museumsführung so einiges geboten.

Durch das Bündnisprojekt begegneten sich die Kinder und Jugendlichen, zudem sammelten sie neue kulturelle Erfahrungen. Ziel war es, das Thema Heimat in einem neuen, interessanten Licht darzustellen und zusätzlich durch spannende Orte und Geschichten mit Farbe zu beleben.

www.abenteuerheimat.de

Die Welt der Steinkohle in blau-weiß

(27.11.2015) Im Rahmen des EU-Projektes SHIFT-X konnten wir gute Kontakte nach Belgien in das Limburger Steinkohlenrevier aufbauen. Von dort stammt auch der Künstler Jonny Vekemans. Er hat sich ganz der Fotografie mit der Camera Obcura verschrieben. Seine "blau-weiße" Sicht auf die Welt des Steinkohlenbergbaus ist faszinierend und eindrucksvoll. Mehrfach war er auch mit Workshops in unserem Museum, unter anderem während des Pegasus-Bildungstages des sächsischen Kultusministeriums im September 2015. Einige Ergebnisse gibt es hier...  

IG "Sportfreunde Neuoelsnitz" übergibt Objekte zur Sportgeschichte

(26.11.2015) Unsere Sammlung ist erneut um lokalgeschichtlich bedeutende Objekte bereichert worden. Fußballbegeisterte Neuoelsnitzer übergaben dem Museum Objekte der Sportgeschichte, die die enge Verbindung zwischen Fußball und Bergbau dokumentieren.
Ehemalige Bergleute und Angestellte des früheren VEB ROBOTRON-Buchungsmaschinenwerkes haben sich im Jahr 2000 zusammengefunden. Alle haben sie in Neuoelsnitz Fußball gespielt und wollten nun als Interessengemeinschaft die Sportgeschichte des Ortes mit ihren erfolgreichen Sportlern dokumentieren und vor dem Vergessen bewahren. Unter anderem bekannte Sportler wie Harald Irmscher, der 41 Fußball-Länderspiele für die DDR bestritt, oder Heiko Gerber, der auch für den VfB Stuttgart spielte, begannen ihre Karriere in Neuoelsnitzer Fußballvereinen.
Der Sport war immer untrennbar mit dem Schacht verbunden, da in den Sportvereinen stets viele Bergleute aktiv waren. Die Oelsnitzer Steinkohlenwerke förderten insbesondere nach 1945 den Sport, vor allem den Fußball.

Bibliothek des Museums vorübergehend nicht nutzbar

(13.08.2015) Unsere Bibliothek ist vorübergehend leider nicht nutzbar. In den vergangenen Jahren haben wir unseren Buchbestand umfangreich und hochwertig mit aktueller und historischer Literatur erweitert. Unter anderem sind wir dankbar für die Übernahme eines größeren Bestandes aus dem Bergarchiv Freiberg. Nun platzen die bisherigen Räume aus allen Nähten. Ein Umzug in größere Räume ist notwendig geworden. Dieser erfolgt gegenwärtig und wir hoffen, zum Jahresende allen Interessierten die Bücher aus unserem Bestand wieder zur Verfügung stellen zu können.

Café am Bergbaumuseum lädt wieder ein

(17.07.2015) Das Museums-Café ist wieder geöffnet. Als „Janny’s Eis“ hält es neben Eis- und Kaffeespezialitäten auch Snacks für Museumsgäste sowie für die einheimische Bevölkerung bereit.

Die zuvor als „Bergmannsstube & Café“ geführte Einrichtung musste wegen eines Betreiberwechsels im Mai geschlossen werden. Zuvor war sie 2009 aufwendig saniert und mit dreißig Plätzen ausgestattet worden. Umso erfreulicher ist, dass das Bergbaumuseum seine jährlich rund 30.000 Besucher sowie alle Gäste aus der näheren und weiteren Umgebung zu diesem attraktiven, leckeren und gerade jetzt im Sommer erfrischend guten Angebot einladen kann.

Deshalb auf zu „Janny’s Eis“ ins Bergbaumuseum!

Geöffnet ist täglich von 11 bis 20 Uhr.