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"Alles nur heiße Luft" 21.5. bis 6.11.2016

- 200 Jahre Heißluftmotor... und kein Ende -

Als einziges deutsches Museum widmete sich unser Haus im Jahr 2016 der Erfindung des Heißluftmotors. In einer einzigartigen Schau präsentierten wir nicht nur einmalige Klein- und Großmotoren sondern auch bezaubernde Spielzeuge. Die Ausstellung basierte auf einer der bedeutendsten europäischen Sammlungen von Stirling-Motoren, die zum ersten und zugleich letzten Mal öffentlich präsentiert wurde. Mehr als 70 auserlesene, zum größten Teil sehr seltene Exponate befanden sich in der Exposition.

Unter anderem wurden detailgetreue Nachbauten der ersten Heißluft-Kraftmaschine von Robert Stirling von 1818 im Maßstab 1:10 und des sogenannten Patentmodells von 1824 im Maßstab 1:2 gezeigt. Besonders anschaulich wurde das Antriebskonzept auch durch wunderschöne Spielzeugmotoren. Ein inszeniertes Wohnzimmer um 1910 mit einer einmalig schönen und seltenen Zimmerfontäne mit Aquarium, einem heißluftgetriebenen Grammophon, einem Raab Ventilator und verschiedenen Spielzeugen war ein weiterer Höhepunkt der Ausstellung.

Ebenso stellten wir verschiedenste originale Modelle des Weltmarktführers Louis Heinrici in Zwickau aus: vom Fontänenmotor aus der Frühzeit bis hin zu Kraft- und Pumpmotoren gab es vieles zu entdecken.

Welterbestätten in Deutschland 4.2. - 1.5.2016

- Panoramafotografien von Dr. Hans-J. Aubert -

Im Sommer 2018 soll das UNESCO-Welterbekomitee über die Nominierung der "Montanen Kulturlandschaft Erzgebirge/Krušnohoří"entscheiden. Aus diesem Anlass zeigte das Bergbaumuseum die Wanderausstellung "Welterbestätten in Deutschland". Mit einzigartigen Panoramafotografien von Dr. Hans-J. Aubert wurden Baudenkmäler, Städteensembles, Industriedenkmäler sowie wundervolle Landschaften vorgestellt, die bereits in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen sind.

Die Ausstellung wurde vom UNESCO-Welterbestätten Deutschland e.V. konzipiert, realisiert und zur Verfügung gestellt. Ergänzt wurde sie im Bergbaumuseum durch Fotografien der Objekte, die zusammen mit dem Kaiserin-Augusta-Schacht (heute Bergbaumuseum) als Sachzeugen des Steinkohlenbergbaus Bestandteil des Welterbeprojektes Montanregion Erzgebirge sind.

Opernhaus Bamberg, Foto: Hans-J. Aubert
Buchenwälder, Foto: Hans-J. Aubert
Panorama Bayreuth, Foto: Hans-J. Aubert

"Präsentiert das Gezäh!" 7.11.2015 - 31.3.2016

- Bergparaden und Bergmannshabit im Erzgebirge -

Das Bergbaumuseum zeigte vom November 2015 bis März 2016 eine besonders erlesene Ausstellung über das Bergmannshabit und erzgebirgischen Bergparaden. Damit war erstmals seit vielen Jahren im Erzgebirge wieder eine Präsentation zu sehen, die sich explizit den Paraden und der Entwicklung der Bergmannsuniformen widmete.

In der Schau wurden Uniformen aus dem sächsischen Erz- und Steinkohlenbergbau gezeigt, die in einer Ausstellung zum Teil noch nie zu sehen waren. Präsentiert wurden auch seltene Hiebwaffen (Säbel) und Prunkgezähe (Bergbarten aus dem 18. und frühen 19. Jh.).

Die Sonderausstellung bildete die Zeit sozialgeschichtlicher Entwicklung ab, in der sich im sächsischen Bergbau eine außerordentlich vielfältige und einmalige Festkultur entwickelt und verwurzelt hat.

 

Zechenbahnen im Revier 28.3. - 11.10.2015

Anlässlich der Landesgartenschau auf dem Bahnhofsgelände von Oelsnitz/Erzgeb. zeigte das Bergbaumuseum die Sonderausstellung „Zechenbahnen im Revier“.

Zu sehen waren neben seltenen Dokumenten und zum Teil noch nie präsentierten Fotos auch besonders wertvolle Exponate. So war zum Beispiel das Modell einer Lok der Gattung II zu sehen, deren Original in den 1860er/70er Jahren eingesetzt wurde. Zudem gehörte eine Auswahl historischer Uniformen aus der Länderbahnzeit zum Ausstellungsumfang.

Die Entwicklung der Zechenbahnen war mit den Expansionsbestrebungen im Steinkohlenbergbau und einer Effektivierung in der Transportwirtschaft eng verknüpft. Mussten zunächst Pferdefuhrwerke die Kohlen zu den zentralen Verladestandorten der Eisenbahn bringen, überlegte man schon bald, diese oft umständlichen Wege zu verkürzen. So wurde die Idee geboren, die Kohlen mit Werksbahnen direkt aus den Revieren in die sächsischen Wirtschaftszentren zu transportieren. Die erste Bahnverbindung entstand 1858 mit der Chemnitz-Würschnitzer Eisenbahn.

Der Ruhm des Bergbaus im Erzgebirge 27.1. - 8.3.2015

Die Wanderausstellung der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH und des Tourismusverbandes Erzgebirge e.V. machte 2015 im Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge Station. Als Gemeinschaftsprojekt wurde sie im Rahmen der Bewerbung um Aufnahme der „Montanregion Erzgebirge“ als UNESCO-Welterbe entwickelt.

Mit mehr als 100 Motiven zeigte sie die rund 800jährige Geschichte des Bergbaus im Erzgebirge. Markante Punkte dies- und jenseits der deutsch-tschechischen Grenze standen dabei als Symbol einer über Generationen hinweg entstandenen einzigartigen Kulturlandschaft. In dieser wurzelt die weltweite Entwicklung von Bergbautechnologien und der Montanwissenschaften.

Coal is b(l)ack 31.1. - 5.7.2015

"Coal is b(l)ack" war eine Fotoausstellung des belgischen Künstlers Danny Veys.

Gezeigt wurden siebzig großformatige Aufnahmen, die in dem ukrainischen Verwaltungsbezirk Donezk, der traditionsreichen Steinkohlenregion entstanden. Sie waren eine Reportage der Düsternis in Schwarz-Weiß und besaßen vor dem zum Zeitpunkt der Ausstellung aktuellen Konflikt in der Ostukraine eine besondere Brisanz.

Der ohne digitale Fototechnik arbeitende Veys hat seine Motive von 2007 bis 2009 im "Donbass" aufgespürt. Dafür reiste er siebenmal dorthin und hielt Zeitzeugnisse fest, von denen es auch infolge kriegerischer Zerstörungen heute viele nicht mehr gibt. Für ähnliche Projekte bereiste er auch schon China und die Mongolei.

Anliegen seiner eindringlichen Fotoprojekte ist nach eigenen Worten „das kollektive Gedächtnis der Bergbauregionen über die Zeiten zu retten“.

Die Sonderausstellung wurde erstmals in einem deutschen Museum gezeigt.

Industriearchitektur in Sachsen

Die erfolgreiche Wanderausstellung „Industriearchitektur in Sachsen“ machte im Bergbaumuseum Station. Unter dem Motto „erhalten – erleben – erinnern“ wurden rund 80 Aufnahmen bedeutender sächsischer Industriebauten gezeigt. Der Schwerpunkt lag dabei auf Zeugnissen des Steinkohlenbergbaues in der Region Zwickau und Lugau-Oelsnitz, die in dieser Form noch nie präsentiert und durch diverse Modelle einstiger bergbaulicher Anlagen ergänzt wurden.

Die faszinierenden Bilder offenbarten eine Vielzahl kreativer Nutzungsformen solch längst verlassener Denkmale. Ebenso erinnerten sie an abgerissene Fabrikgebäude, um bewusst zu machen, welches Kulturpotenzial verloren gehen kann. Bergbauliche Modelle einstiger Anlagen ergänzten diese Präsentation eindrucksvoll.

Die Schau war eine Kooperationsarbeit des Deutschen Werkbundes Sachsen e.V. und der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen. Sie wurde erstmals 2011 in Chemnitz, danach in Dresden, Wurzen, Zittau, Leipzig und Crimmitschau gezeigt.

"Rettung naht" 8.5. - 2.11.2014

Anlässlich des Weltrotkreuztages am 8. Mai 2014 ist die Sonderausstellung „150 Jahre Rotes Kreuz und 110 Jahre Ortsverband Oelsnitz/E.“ eröffnet worden.

Gezeigt wurden seltene Exponate, Dokumente und Fotografien, die die eineinhalb Jahrhunderte Geschichte dieser Hilfsorganisation eindrucksvoll wiederspiegelten.

Bedingt durch die vielen Gefahren im Steinkohlenbergbau war man in der Region des Lugau-Oelsnitzer Reviers besonders bemüht, ein Rettungs- und Sanitätswesen aufzubauen. So zeigt zum Beispiel ein Blick in die Mitgliederlisten der Ortsgruppe des DRK Oelsnitz/E. einen relativ hohen Organisationsgrad von Bergleuten. Allein der Sanitätszug der ersten Werkswehr von Lugau zählte 1906 in seinem Gründungsjahr 57 Mitglieder.

Die Ausstellung wurde in der Lohnschalterhalle gezeigt. Während der Dauer dieser Sonderausstellung wurden in Zusammenarbeit mit dem DRK verschiedene Mitmach- und Vorführangebote für Schulklassen und Hortgruppen angeboten.

Lohntag im Schacht 28.1. - 27.4.2014

Das Bergbaumuseum zeigte die Sonderausstellung „Lohntag im Schacht“. Erarbeitet und gestaltet wurde sie vom Kinderklub des Museums.

Im Januar 2011 stand ein Kinderklub-Nachmittag unter dem Thema „Numismatik“, bei dem es unter anderem auch um Gepräge mit Bergbaubezug ging. Dabei wurde auch nach dem Verdienst der Bergleute gefragt. So kam die Idee, zu diesem Thema eine Ausstellung zu erarbeiten. Es hätte dafür keinen besseren Ausstellungsort als die frühere Lohnschalterhalle des Kaiserin-Augusta-Schachtes geben können. Die Kinderklub-Mitglieder machten sich also auf die Suche nach Spuren, Dokumenten und Objekten, die über die Entwicklung der Bezahlung der Bergleute im Laufe der Jahrzehnte etwas aussagten.Damit gestalteten sie eine Sonderausstellung.

Rückblende:
Der Zahl- oder Lohntag war nicht nur im Oelsnitzer Steinkohlenwerk der Termin, an dem Angestellte und Arbeiter des Schachtes ihren Lohn bzw. ihr Gehalt bar ausgezahlt bekamen. Charakteristisch waren damals Lohntüten, in denen das Geld übergeben wurde. Im Laufe der Zeit veränderte sich die Form der Auszahlungen. Zu Beginn erhielten die so genannten Tagelöhner oder Eigenlöhner im Bergbau täglich den Lohn für ihre Arbeit. Sie hatten meistens kein festes Arbeitsverhältnis. Bald wurde wöchentlich gezahlt und schließlich monatlich, allerdings in zwei Teilen: zunächst gab es einen Abschlag. Erst nach der genauen Ermittlung der Monatsleistung und der Berechnung sämtlicher Abzüge wurde die Restzahlung vorgenommen.

Alarm - Einsatz im Museum 27.4.2013 - 5. Januar 2014

- Ausstellung über die Grubenwehr- und Feuerwehren in sächsischen Steinkohlenbergbau mit selten oder erstmals gezeigten Exponaten - 

Große Grubenunglücke trafen in vergangener Zeit auch den sächsischen Steinkohlenbergbau in schrecklicher Weise. Die Vorbeugung, aber auch die Bekämpfung von Gefahren war von großer Bedeutung. Besonders im untertägigen Bereich wirkte eine zunehmend besser ausgerüstete Grubenwehr. Mit allen ihr zur Verfügung stehenden Kräften und unter Einsatz des Lebens, begegnete sie den ewigen Feinden des Kohlenbergmannes - Brand, Explosion und Gasausbruch.

Anhand ausgewählter Objekte zeichnete die Sonderausstellung die Geschichte der Gruben- und Werksfeuerwehren im sächsischen Steinkohlenbergbau nach. Höhepunkte der Ausstellung waren ein original erhaltener und über viele Jahre nicht gezeigter Horch 853 Feuerwehrmannschaftswagen mit Vorbaupumpe von 1936 oder eine Handdruckspritze für Pferdebespannung aus der Zeit um 1850.

Zu den außergewöhnlichen Exponaten zählte auch ein von Alexander von Humboldt entwickelter Lichterhalter. Durch diesen konnten sich Menschen über mehrere Stunden mit brennenden Lichtern in unterschiedlichen Gasarten, ohne Benachteiligung der Gesundheit, aufhalten. Des Weiteren gab es verschiedene Ausrüstungen und Geräte der Feuer- und Grubenwehren, aber auch Uniformen und Helme zu bestaunen. Der Standort Leipzig des zentralen Grubenrettungswesens steuerte interessante Rettungsgeräte bei, mit denen sich die Entwicklung der Ausrüstung der Grubenwehr nachvollziehen ließ.

Mit der Ausstellung würdigte das Museum zugleich die erfahrenen und mutigen Bergleute, die sich durch ihren selbstlosen Einsatz in den freiwilligen Rettungsorganisationen große Verdienste erworben haben.

Legendäre Motorräder des DDR-Geländesports

- Ausstellung anlässlich der International Six Days Enduro in der Region -

28.07.2012 bis 06.01.2013, Lohnschalterhalle

 

Bis zum 6. Januar 2013 ging es im Bergbaumuseum sportlich zu. Anlässlich der International Six Days Enduro 2012 im Erzgebirge wurde eine Sonderausstellung mit Geländesportmotorrädern gezeigt. Die Exponate stammen aus den früheren Beständen des MZ-Werkes in Zschopau und wurden durch viele private Leihgaben ergänzt.  

Ein Höhepunkt der Ausstellung war das Erfolgsmotorrad, mit dem die Mannschaft um den Motorsportler Uwe Weber 1987 die International Six Days Enduro in Polen gewann. Das war der bisher letzte Erfolg einer deutschen Mannschaft bei dieser Sportserie. Weiterer Höhepunkt war ein seltener Barkas-Transporter, der als Mannschaftsfahrzeug die Zschopauer Enduro Nationalmannschaft in das westliche Ausland begleitete. Und auch eine der letzten bei MZ gebauten Enduromaschinen, komplett original erhalten, war zu sehen. 

Ebenfalls gezeigt wurden Motorräder der GST-Ära und Erinnerungen mit lokalem Bezug: In der Nachkriegszeit waren die Bergbauhalden und Sandgruben im Lugau-Oelsnitzer Revier beliebte Fahrgebiete motorsportbegeisterter Männer. Innerhalb der Betriebssportgemeinschaft (BSG) „Aktivist“ des VEB Steinkohlenwerkes „Karl Liebknecht“ wurde 1951 die Sektion „Motorsport“ gebildet. 

Ergänzt wird die Ausstellung durch Kleinkrafträder der Simson-„Vogelserie“, verschiedene Souvenirs des DDR-Geländesports und private Filmaufnahmen von Motorsport-Veranstaltungen in der DDR. 

 

Bergbaulandschaft im Wandel

- Fotoausstellung über das Lugau-Oelsnitzer Revier damals und heute -

01.07.2012 bis 16.09.2012, Galerie im Umformersaal

Versteinerte Geschichte

- Fossile und geologische Schätze aus den Zwickau-Oelsnitzer Kohlegruben -

01.02.2011 bis 30.11.2011, Foyer Rundbau

Von Kohle gezeichnet

- Fotografien von Frauen im Bergbau des Fotokünstlers DARIUSZ KANTOR -

23.09.2011 bis 20.11.2011, Galerie des Umformersaals