Dauerausstellung zum Sächsischen Steinkohlenbergbau

Hinter den über 80-jährigen roten Ziegelmauern des früheren Kaiserin-Augusta-Schachtes verbergen sich einzigartige Zeugnisse des Sächsischen Steinkohlenbergbaus.

Der Museumsrundgang beginnt in der Museumskasse, dem früheren Pförtnerhaus des Steinkohlenwerkes. Von dort gelangt man über den Treppenturm auf die Brücke, die früher zur Überquerung der Gleise der Werksbahn diente. Die Brücke führt in den 1939 errichteten „Rundbau“. Während der aktiven Bergbauzeit diente das Gebäude als Verwaltungsgebäude und als Bergmannskantine des „Karl-Liebknecht-Schachtes“.

 


Die Geologie der Steinkohle mit Karbonwald

Seit Oktober 2010 kann man im „Rundbau“ auf interessante, anschauliche Weise erfahren, wie die Steinkohle entstanden ist. Höhepunkt ist dabei ein an Hand fossiler Funde aus den Zwickau-Oelsnitzer Kohlegruben nachgestalteter Steinkohlenwald, der die Pflanzenwelt im Zeitalter des Karbon vor 300 Millionen Jahren eindrucksvoll erahnen lässt.

 

 


Die Lohnschalterhalle

In der Lohnschalterhalle, die im innenarchitektonischen Stil der 1920er Jahre gehalten ist, setzt sich die Ausstellung fort. In der Abteilung "Bergbaulandschaft" wird mit Skizzen, Zeichnungen, Fotografien und Texten die Entwicklung der Region von der Agrar- zur Industrielandschaft dargestellt.

 


Die Umformerhalle

Anschließend betritt man die imposante Umformerhalle, in der sich eindrucksvoll ein Leonard-Umformer von 1923 mit einem 20 Tonnen schweren Schwungrad aufbaut. Zu Zeiten der aktiven Steinkohlen-Förderung wurde hier der ankommenden Drehstrom in Gleichstrom umgeformt, um damit die elektrische Turmfördermaschine anzutreiben. Bild- und Schrifttafeln zu Ausbau- und Abbautechnologien, zur Wasserhaltung, zu geologischen Veränderungen im Revier, zur Bewetterung und zum Grubenrettungswesen geben interessante Einblicke in den Steinkohlenbergbau im Revier. Verschiedene Modelle ergänzen die Ausstellung.

 


Die Lampenstube

Schließlich werden in der Abteilung "Bergarbeitergeschichte" sozialgeschichtliche Aspekte des sächsischen Steinkohlenbergbaus dargestellt. Außerdem kann sich der Besucher hier über Gezähe (Werkzeuge des Bergmanns), Geleucht, Bergmanstracht (Habit) oder Markscheidewesen informieren.

 


Das Außengelände

Das Museumsgelände im Freien mit verschiedenem bergmännischen Großgerät rundet den Ausstellungsbesuch ab.Zu sehen ist unter anderem eine Dampflokomotive der Baureihe 52 aus dem Jahr 1944. Gemeinsam mit einem Güterwaggon aus dem Jahr 1965 verdeutlicht sie die wichtige Rolle der Werkbahn des Steinkohlenwerkes.