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Traditioneller Hutznohmd im Bergbaumuseum

In der Adventszeit heit es bei uns hutzn gehen. Am 03.12.2017, 17 Uhr findet unser traditioneller Hutznohmd im historischen Speisesaal statt. Im vorweihnachtlichen Museum sitzt man gemtlich zusammen, es wird gesungen und erzhlt, mal heiter, mal besinnlich.

Dabei wird das Neinerlaa gereicht, untermalt durch ein traditionelles Unterhaltungsprogramm rund um das erzgebirgische Weihnachtsbrauchtum, mit dem Bergmaa Nils Weigel aus Zwickau. Dabei sind alle natrlich auch zum Schwatzen und Mitsingen eingeladen, oder wie es im Erzgebirge heit: zum Hutzn. Einer Klpplerin und einem Schnitzer kann bei deren Kunst ber die Schultern geschaut werden.

Karten sind noch in der Museumskasse fr 35,90 zu haben.

Da nur eine begrenzte Zahl vorhanden ist, bitten wir um Anmeldung an der Museumskasse oder telefonisch unter 037298/9394-0.

 

Foto: Bernd Franke

Objekt des Monats November

Unser Leben ist von Rechnern, elektronischen Hilfsmitteln und schnellen Nachrichten auf Smartphone und Laptop geprgt. Kaum jemand kann sich diesem Nachrichtenfluss entziehen. Viele greifen gern darauf zurck und stillen ihren Wissensdurst, denn es ist einfach, schnell und unkompliziert.

Als es Computer und Internet noch nicht oder zumindest nicht in diesem ausgeprgten Mae gab, war dies ganz anders. Es gab keine Suchmaschinen, einfach einmal googeln war damals nicht. Trotzdem wurde Wissen weitergegeben, gesammelt und bewahrt. Deshalb fhrt uns das Objekt des Monats heute in die Bibliothek des Bergbaumuseums. Bcher sind nach wie vor Wissensspeicher. Bibliotheken und Bchereien sind glcklicherweise (noch) nicht aus unserem Alltag verschwunden. So nutzen die Mitarbeiter des Bergbaumuseums ihre Bibliothek fr Recherchezwecke, zur Vorbereitung fr Sonderausstellungen und daran wird sich trotz elektronischem Zeitalter sobald nichts ndern. Denn noch ist nicht alles im World Wide Web vorhanden. Bcher aus unserer Bibliothek sind die Objekte des Monats.

Objekt des Monats Oktober

Das Objekt des Monats ist diesmal ein echter Schachtbohrer, der nach dem Verfahren von Kind-Chaudron im Steinkohlenbergbau zum Einsatz kam. Der Bohrer war um 1910 im Einsatz und bestand wie damals blich aus Eisen. Er erleichterte den Abbau enorm. Und ergnzte sinnvoll den Einsatz von Hacke und Schaufel und Sprengmittel. Das 1849 vom deutschen Bergingenieur Karl Gotthelf Kind entwickelte Verfahren, welches der belgische Ingenieur Joseph Chaudron 1854 wesentlich verbesserte, war bis zum Ersten Weltkrieg das Verfahren um in standfesten, aber wasserreichen Gebirgen bis zu 400 m vorzudringen. Es handelt sich dabei um ein Schlagbohrverfahren. Mit einem kleinen Bohrer wurde ein Vorschacht hergestellt, der dann mit einem groen Bohrer erweitert wurde. Im Wechsel wurde gebohrt und gelffelt. Beim Lffeln wurde der Bohrschlamm aus dem Schacht entfernt. Der kleine Bohrer hatte Schneidbreiten zwischen 1,5 bis 2,5 Meter und wog sechs bis 15 Tonnen. Beim groen Bohrer konnten sogar Schneidbreiten von vier bis fnf Meter erreicht werden, das Gewicht lag bei 18 bis 25 Tonnen. Nach dem Bohren bauten die Bergleute den Schacht aus und sicherten ihn. Dabei kamen gusseiserne Ringsegmente zum Einsatz, die anschlieend mit Beton ausgegossen wurden. Die Abbauleistung belief sich im Monat auf vier bis fnf Meter.

Objekt des Monats September

1923 Blech, Glas
Hersteller: Siemens-Schuckertwerke GmbH

Sie sehen auf den ersten Blick gewhnlich aus Anzeigen fr Stromstrke, Spannung und Leistung so wie sie zu tausenden im Einsatz waren. Doch sie sind etwas Besonderes.

In Vorbereitung fr die Sanierung des Bergbaumuseums mssen umfangreiche Vorarbeiten geleistet werden, dazu zhlen die verschiedenen und umfangreichen Depot- und Lagerflchen zu sondieren, zu rumen, neu zu strukturieren. Dabei stolperten unsere Haustechniker ber drei Anzeigen wie sich nach kurzer Recherche herausstellte die einst zur Schaltsule des Umformers gehrten und seit Jahrzehnten als verschollen galten.

Seit dem ersten Weltkrieg beschftigte man sich mit einer durchgreifenden Modernisierung und Leistungssteigerung des Kaiserin-Augusta-Schachtes in Oelsnitz (Erzgeb.). Als neue Hauptschachtfrderanlage kam 1923 eine elektrische Turmfrderanlage zur Aufstellung. Zur Bereitstellung des bentigten Gleichstroms fand ein Leonard-Umformer mit Ilgner-Schwungrad Aufstellung, der den Drehstrom aus dem Kraftwerk am benachbarten Gottes-Hilfe-Schacht speiste. Die Turmfrdermaschine trug dabei bis zu 75 % der jhrlichen Gesamtfrderung von mehr als 1 Million Tonnen Steinkohle. 1939 stellte man einen neuen, verstrkten Umformer zustzlich zum vorhandenen auf und vergrerte die Halle. Bis zur Einstellung des Betriebes und den anschlieenden Verwahrarbeiten 1973 versorgten die Maschinen zuverlssig den Frdermotor mit dem bentigten Strom.

Die Schaltsule mit dem markanten Signet der Siemens-Schuckertwerke GmbH, um die die Anzeigen angeordnet waren, gelangte im Zuge der Abrstung der Schachtanlage leider in den Schrott.

Objekt des Monats August

Schokolade und Seife als Lohn

Haben Sie schon einmal von der zweiten Lohntte gehrt? Nein? Dann schauen Sie sich im August das Objekt des Monats. Dort hat das Sammlungsteam eine zweite Lohntte zusammengestellt. Der Begriff stammt aus Zeiten, in denen der Chef Lohn und Gehalt in bar auszahlte. In der zweiten Lohntte steckte aber kein Geld, sondern der geldwerte Vorteil, ein Deputat. Anfangs wurde der zweite Lohn wchentlich, spter halbmonatlich und zum Schluss monatlich ausgezahlt. Im Steinkohlenbergbau erhielten die Kumpel in der zweiten Lohntte unter anderem Holz, Kohle, Schnaps, Seife, Zigaretten oder Schokolade. Das alles gab es fr symbolische Betrge. Doch auch aus anderen Wirtschaftszweigen sind vergnstigte Mittagessen und vergnstige Mietwohnungen bekannt. Die zweite Lohntte ist ein nicht unerheblicher geldlicher Vorteil.

Objekt des Monats Juli

Weie Sommeruniform mit gelben Biesen

Das Objekt des Monats Julis ist eine weie Sommeruniform eines Musikers aus den 1950er Jahren. Auffllig sind die gelben Biesen, die den Trger als Bergmann ausweisen. Rote Biesen hingegen waren dem Httenwesen vorbehalten. Eine Lyra, ein antikes Saiteninstrument, auf dem Kragenspiegel verweist darauf, dass es sich um die Sommeruniform eines Musikers handelt. Bereits 1934 wurden im deutschen Bergbau einheitliche Uniformen eingefhrt. Die Regelung betraf jedoch nicht die altberlieferten Knappentrachten. Im Bereich des schsischen Steinkohlen- und Erzbergbaus mit seinen langen Traditionen konnten sie nicht Fu fassen erst recht nicht bei den bergmnnischen Orchestern, die auf eigene Rechnung wirkten. Mit Verordnung vom 10. August 1950 zur Verbesserung der Lage der Bergarbeiter des ingenieurtechnischen und kaufmnnischen Personals sowie der Produktionsverhltnisse im Bergbau entstand auch das Ehrenkleid der Berg- und Httenarbeiter der DDR.

Objekt des Monats Juni

Echte Kohlenkrmel im Diorama

Ein schlichter Holzrahmen, eine mittlerweile stumpfe Glasscheibe, dahinter als Postkartenmotiv das Steinkohlenwerk Gottes Segen Lugau, das flieend in eine gemalte Landschaft bergeht Im Diorama des Knstlers Max Junghans gibt es viel zu entdecken. Das markanteste und ungewhnliche allerdings sind kleine Steinkohlenkrmel. Der 1928 durch Unfall pensionierte Steiger des Steinkohlenwerk Gottes Segen in Lugau Max Junghans hinterlie ein solches Werk. Mehr als 25 Jahre war er im Werk beschftigt. Die idyllische, idealisierte Darstellung des Schachtes als Diorama ist ein sehr frhes Beispiel dafr, wie ein Bergmann seine Arbeit, seinen Arbeitsplatz, sein Leben reflektierte. Das Diorama ist das Objekt des Monats Juni. Ganz bewusst hat sich unser Ausstellungsmitarbeiter fr das Diorama entschieden, verweist es doch auf die aktuelle Sonderausstellung INDUSTRIELandschaft Westschsische Industriegeschichte im Spiegel der Kunst, die am 9. Juni erffnet wurde.

 

Objekt des Monats Mai

Das Drger-Sauerstoff-Klein-Gasschutzgert Modell 130 ist genau genommen kein wirkliches Bergbaurettungsgert. Ursprnglich wurde es fr Feuerwehren entwickelt, fand aber besonders in Sachsen, bei den Grubenwehren Verwendung. Die Einsatzdauer betrug etwas mehr als eine Stunde. Im Einsatzfall wird die ausgeatmete Luft durch Alkali von der Kohlensure befreit, sodass die gereinigte Luft erneut eingeatmet werden kann. Bei Sauerstoffmangel erfolgte ein Warnsignal. 

Das Drgerwerk stellte 1904 ein erstes Atemschutzgert vor. Es enthielt als entscheidenden Entwicklungsschritt auf diesem Gebiet erstmals eine Kohlensurepatrone zur Reinigung der Atemluft in einem geschlossenen Atemkreislauf. Bereits seit den 1890er Jahren wurden unter bergbehrdlicher Aufsicht auf den Kaiserin-Augusta-Schacht vielfltige Versuche mit Rettungsgerten unternommen. 1907 nahm die erste Unfallhilfestelle in Oelsnitz ihren Dienst auf.

 

Objekt des Monats April

Kinder haben oft einen anderen Blick auf die Welt und auf Dinge, die sie interessieren. Mit dem Objekt des Monats April versucht das museumspdagogische Team genau diesen Blick aufzugreifen. Im Rahmen des Projektes Hinter verschlossenen Tren haben Fnftklssler des Frderschulzentrum Oelsnitz/Erzgebirge im Archiv des Bergbaumuseums Oelsnitz/Erzgebirge ein Bergbauhorchgert mit Zubehrkasten der Grubenwehr entdeckt und sich anschlieend intensiv damit beschftigt. Ihre Erkenntnisse prsentieren sie im Monat April der ffentlichkeit. Das Horchgert BHG von 1958 ist ein nicht gerade ansehnlicher grner Metallkasten. Eine graue Holzkiste aus dem Jahr 1963 enthlt das empfindliche Zubehr. Beide Objekte, die von der Grubenrettungsstelle des Martin-Hoop-Schachtes in Zwickau stammen, gehren zusammen. Im Falle eines Unglcks hatten die Steinkohlenkumpel, die Chance, sich mit Klopfzeichen bemerkbar zu machen. Das Spezialmikrofon konnte diese Klopfzeichen aufnehmen und verstrken, so dass sie ber Kopfhrer gehrt werden konnten. Die Grubenwehr sprte so Verschttete auf, gelangte zu den Verletzten und konnte dabei Kontakt mit der Auenwelt halten. Die Retter nutzten vorhandene Rohre in den Strecken zur Verstrkung und zum Weiterleiten der Signale.

 

Objekt des Monats Mrz

Objekt des Monats: Weibliches Ges in der Vitrine Wissen Sie, was im Bergbau ein Weiberarsch ist?" Der doppeldeutige Begriff meint eine Schaufel, die eine markante Herzform hat und deshalb an einen Frauenpopo erinnert. Ein "Weiberarsch" ist diesmal unser Objekt des Monats. Im schsischen Steinkohlenbergbau wurden solche Schaufeln erst ab 1925 nachweislich verwendet. Die Steinkohlenkumpel haben bis dahin mit Kratze und Trog gearbeitet. Ab Mitte der 1920er Jahre hat sich der "Weiberarsch" ebenso wie ab Ende der 1920er Jahre der Pickhammer schnell und nachhaltig verbreitet. Er zhlt heute zu den bekanntesten Spezialwerkzeugen des Bergbaues. Und whrend einer Fhrung durch unser Anschauungsbergwerk erfahren Sie, wie die Herzschaufel zu ihrem Namen kam.

Objekt des Monats Februar

Eine goldene Schreibmaschine ist das Exponat des Monats Februar im Bergbaumuseum. Die Belegschaft des Karl-Liebknecht-Werkes hatte das einmalige Stck 1987 Direktor Rolf Vogel zum 65. Geburtstag geschenkt. Aus Anlass des besonderen Geschenks wurde die Maschine vergoldet, damit sie sich von anderen abhebt. Vogel oblag die schwierige berleitung, aus Bergleuten eine feinmechanische Belegschaft zu formen. Die Einstellung des Steinkohlenabbaus im Jahr 1971 erforderte diesen Schritt.

Vogel gehrte zu den Grndungsmitgliedern des Frdervereins unseres Bergbaumuseums, der heutigen Knappschaft des Lugau-Oelsnitzer Steinkohlenreviers. Zudem ernannte ihn der Schsische Landesverband der Bergmanns-, Htten- und Knappenvereine zum Bergmeister. Bei der goldenen Schreibmaschine handelt es sich um eine Lizenzproduktion der Olivetti Lettera 36, die ab 1983 hergestellt wurde. Anschlag und Zeilenvorschub wurden durch einen Motor realisiert. Darber hinaus besa die Schreibmaschine keine Elektrik und konnte auch nicht mit einem Computer gekoppelt werden. Der Preis fr dieses Modell lag bei mehr als 1.100 Mark. 

Objekt des Monats Januar

Er stemmt sich kraftvoll mit dem Bohrhammer gegen die Steinkohle. Sein angespanntes Gesicht spricht Bnde. Die Schnitzerei Der Kohlenkumpel war im Jahr 1964 ein Auftragswerk, das Volksknstler Peter Thust ins Holz brachte. Karl Kallus aus Glauchau hat dem Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge die markante Schnitzerei geschenkt. Sie stammt aus dem Nachlass seines Vaters, der einst Redakteur der Betriebszeitung Vortrieb war. 

Objekt des Monats Dezember

Passend zur Advents- und Weihnachtszeit schenken wir Ihnen im Dezember reinen Wein, genauer gesagt klaren Trinkbranntwein, ein. Diesen gab es fr die Bergleute als Sachleistung ergnzend zum Lohn. Das Deputat war nicht nur bei den Beschftigten im Bergbau beliebt, sondern es war bis ins 20. Jahrhundert hinein auch in der Landwirtschaft gngige Praxis. Dort ging es hauptschlich um Wohnung und Kleinvieh. Die bekannteste Sachleistung im Bergbau war jedoch ab Mitte 1945 der Schnaps. Eine Flasche Fusel von der Firma Paul Schubert, Likrfabrik aus Lauter im Erzgebirge, gelangt nun zu besonderer Ehre: Sie ist unser Objekt des Monats. 

Objekt des Monats November

Im November prsentiert das Bergbaumuseum erneut ein einzigartiges Objekt aus der Sammlung Erzgebirgische Landschaftskunst. Als Exponat des Monats wird die Holzskulptur Grabender aus Lindenholz von Heinz Heger um 1960 gezeigt.

Seit Januar 2015 sind wir fr die zahlreiche Kunstwerke der Sammlung Erzgebirgische Landschaftskunst verantwortlich. Mit dem Objekt des Monats November mchten wir ein besonderes Augenmerk auf diese Sammlung legen.

Heinz Heger wurde 1932 in Brenstein geboren. Nach seiner Lehre erhielt er 1953 erste knstlerische Anregungen, 1960 erfolgte die Meisterprfung und 1963 die Anerkennung als Kunstschaffender im Handwerk. Von 1965 bis zu seinem Tod im Jahre 2000 war er freischaffend als Holzgestalter in Brenstein ttig. Bekannt geworden ist Heinz Heger v.a. durch zahlreiche baugebundene Arbeiten und seine einzigartigen gedrechselten und teilweise gerucherten Holzschalen. ber Jahrzehnte stand das Material Holz im Mittelpunkt seines Schaffens.

Die Sammlung Erzgebirgische Landschaftskunst verfgt dank einer Schenkung der Witwe ber 42 Holzobjekte des Knstlers, darunter Leuchter, Schalen und einige figrliche Schnitzarbeiten, zu denen auch die ausgestellte Holzskulptur gehrt.

Objekt des Monats Oktober

Im Oktober mchten wir erneut besondere Vermchtnisse der Bergbaugeschichte prsentieren . Als Exponat(e) des Monats zeigen wir einzigartige Schtze der Bibliothek.

Unter anderem werden eine Dissertation ber die Rechtslage des Steinkohlenberg-baues aus dem Jahre 1742, ein Berg-Register der Frisch-Glck-Fundgrube zu Johanngeorgenstadt von 1748 und die seltene Reprint-Ausgabe von Agricolas berhmten zwlf Bchern ber das Berg- und Httenwesen, gedruckt 1928, zu sehen sein. Dazu gehrt aber auch ein Buch zur Bergbaukunde, das der sptere technische Direktor des Oelsnitzer Hedwigschachtes, Heinrich Mauersberger, whrend seiner Studienzeit in Freiberg um 1880 handschriftlich anlegte.

Der Bergbau hat seit Jahrhunderten, besonders im weiteren Erzgebirgsraum, Geschichte, Kultur, Sozialwesen und Lebensart geprgt. Der Bergmann war die Leitfigur und der Trger aller Hoffnungen auf ein einfaches, aber doch gesichertes Leben. Auch unzhlige Nebengewerke hatten mit dem Bergbau ihre Existenz. Dies zu bewahren und den folgenden Generationen zu erhalten ist das Hauptanliegen unserer Bibliothek.

Die ausgestellten Bcher sind Schtze, denn sie sind die Trger, Hter und Bewahrer von Tradition und Wissen. Viel mehr literarische Kostbarkeiten hat unsere seit kurzem nutzbare Bibliothek zu bieten. Deshalb mchten wir allen "Schatzsuchern" mit dem Objekt des Monats einen Einblick in den vielfltigen Bestand dieser geben.

Neue Ausgabe der Zeitschrift Die Turmsttze erschienen

(30.09.2016) Ab sofort ist eine weitere Ausgabe der Museums- und Knappschaftszeitschrift Die Turmsttze erschienen. Inhalte u.a.: Alles nur heie Luft? 200 Jahre Heiluftmotor und kein Ende ein Beitrag zur aktuellen Sonderausstellung, ein Artikel ber die Geschichte des Vereins knigstreuer Knappen im Lugau-Oelsnitzer Kohlenrevier, eine persnliche Erinnerung an 30 Jahre Bergbaumuseum, ein Artikel zum Abriss der Meinertschen Spinnmhle in Lugau oder ein Beitrag im Rahmen der schsischen Kohlenstrae zum Bergbau in und um Hainichen b. Chemnitz. Die neue Turmsttze ist im Museumsladen fr 3 Euro erhltlich. Gern schicken wir Ihnen diese jedoch auch auf dem Postweg gegen zustzliche Erstattung des Portos zu.

 

 

8. groer Dampf- und Modelltag


Endlich ist es wieder soweit - mit Volldampf rckt der diesjhrige Dampf- und Modelltag immer nher! Fr unsere Gste gibt es eine ganze Menge zu erleben und bestaunen. Mehr als 200 Modell-Dampfmaschinen und Verkehrsmodelle zischen und fauchen in jeder Ecke des Museums. Auch fliegende, schwimmende und tauchende Objekte knnen bewundert werden und lassen Modellfreunde jeden Alters noch einmal Kind sein.

Doch es geht noch weiter: Sachsens grte noch funktionierende Dampffrdermaschine ist ebenfalls in Betrieb. Und Fhrungen durch unsere vielbeachtete Sonderaustellung "Alles nur heie Luft?" - 200 Jahre Heiluftmotor... und kein Ende. werden auch angeboten.

Alle kleinen Gste erwartet ein buntes Kinderangebot mit Fahrten auf der Modell-Dampfeisenbahn, einer Hpfburg und natrlich unserem "Zwergenschacht".

Machen Sie Dampf und lassen Sie sich diesen Aktionstag nicht entgehen! Eintritt: 3,50 Erwachsene, 2,50 Ermigte.

 

Objekt des Monats September


Im September prsentieren wir erneut besondere Objekte aus unserem vielseitigen Bestand. Als Exponat(e) des Monats werden dieses Mal Kontrollmeter und Hngezeug, bestehend aus Gradbogen, Hngekompass und Maband gezeigt.

Es handelt sich hierbei um Instrumente des Markscheiders, dem Vermessungsingenieur unter Tage. Er war fr die Einhaltung der Abbaugrenzen und das Vermessen der Grube verantwortlich. Das Wort Markscheide hat einen viel lteren Ursprung: Bereits im Mittelalter bezeichnete es die Grenzen eines Abbaufeldes, indem Bergbau betrieben werden durfte.

Um mit dem Hngekompass messen zu knnen, wurden zunchst entlang des zu vermessenden Abschnitts die Messpunkte vermarkt. Beginnend an einem bekannten Vermessungspunkt wurde zwischen diesen straff eine Schnur gezogen. Dann wurden Kompass und Gradbogen nacheinander an einer straff gespannten Schnur eingehngt um Streichgrad und Neigung zu bestimmen. Zum Schluss wurde mit dem Maband der Abstand zwischen den beiden Messpunkten ermittelt. Am Kontrollmeter wurden die Mabnder auf ihre Stimmigkeit hin kontrolliert.

Mehr Vermessungsinstrumente sehen Sie in unserer Dauerausstellung und in unserem originalgetreuen Anschauungsbergwerk kann man die Arbeit des Markscheiders nachvollziehen.

Objekt des Monats August


Im August prsentieren wir erstmals ein einzigartiges Objekt aus unserer Sammlung Erzgebirgische Landschaftskunst. Als Exponat des Monats gibt es den Druckstock Plattengut mit Phlberg von Rudolf Manuwald zu sehen.

Seit Januar 2015 sind wir fr die zahlreiche Kunstwerke der Sammlung Erzgebirgische Landschaftskunst verantwortlich. Mit dem Exponat des Monats August mchten wir ein besonderes Augenmerk auf diese Sammlung legen.

Der Annaberger Knstler Rudolf Manuwald schuf in den 1950er Jahren
eindrucksvolle Holzschnitte. Auch seine markanten Schwarzwei-Drucke, zu denen der hier gezeigte Druckstock gehrt, sind nicht zu unterschtzen. Auf dem ausgestellten Katalogtitel (1996) ist der fertige Abdruck zu sehen, der natrlich seitenverkehrt erscheint.

Mit dem Objekt des Monats ehren wir den 100. Geburtstag von Rudolf Manuwald. Zu diesem Anlass prsentieren wir auf Schloss Schlettau eine umfangreiche Ausstellung ber sein Schaffen.

Neues Angebot: Fhrung mit dem Kohlenmesser Wendler

Im Jubilumsjahr haben wir ein neues Angebot fr alle Museumsfreunde:

Gemeinsam mit August Albin Wendler, Kohlenmesser der Gewerkschaft Gottes Segen fahren Sie ein - 80 Jahre zurck und 600 Meter tief. Extra fr Sie ffnet er an diesem Tag die Rume des Landabsatz und (ent)fhrt mit einem Augenzwinkern in den Kaiserin-Augusta-Schacht.

Nur mit ihm blicken Sie hinter die Kulissen und erhalten Einblicke in die intensive Arbeitswelt des bertagebetriebes. Doch das war noch nicht alles - Kohlenmesser Wendler hlt auch noch eine kleine berraschung fr Sie bereit...

Nhere Informationen zur "Fhrung mit dem Kohlenmesser Wendler" finden Sie hier.

Neue Sonderausstellung: Alles nur heie Luft?" - 200 Jahre Heiluftmotor und kein Ende

 

Anlsslich des 200. Jahrestag der Erfindung des Stirling-Motors zeigen wir in Kooperation mit der Westschsischen Hochschule Zwickau seit dem 21. Mai 2016 einmalige Klein- und Gromotoren sowie bezaubernde Spielzeuge. 

1816 erfand der schottische Pfarrer Robert Stirling den Heiluftmotor. Als zuverlssiger, anspruchsloser, sparsamer und ruhiger Antrieb erlangte dieser vielfltigsten Einsatz in Industrie und Haushalt. Wichtiges Fertigungszentrum war Sachsen die Motoren der Zwickauer Firma Louis Heinrici beherrschten weite Bereiche des Weltmarktes. 

Diese einmalige Ausstellung basiert auf einer der bedeutendsten europischen Sammlungen von Stirling-Motoren, die zum ersten und zugleich letzten Mal ffentlich prsentiert wird. Mehr als 70 auserlesene, zum grten Teil sehr seltene Exponate befinden sich in der Exposition. Unter anderem zeigen wir detailgetreue Nachbauten der ersten Heiluft-Kraftmaschine von Robert Stirling von 1818. Besonders anschaulich wird das Antriebskonzept auch durch wunderschne Spielzeugmotoren. Ein inszeniertes Wohnzimmer um 1910 mit einer einmalig schnen und seltenen Zimmerfontne mit Aquarium, einem heiluftgetriebenen Grammophon, einem Raab Ventilator und verschiedenen Spielzeugen ist ein weiterer Hhepunkt der Ausstellung. Ebenso gibt es verschiedenste, originale Modelle des Weltmarktfhrers Louis Heinrici in Zwickau zu bestaunen: vom Fontnenmotor aus der Frhzeit bis hin zu Kraft- und Pumpmotoren gibt es vieles zu entdecken.