Foto: H. Neuber

Objekt des Monats April

Gehaltsbuch von Paul Schubert

1922 – 1924

Die Löhne und Gehälter der sächsischen Steinkohlenbergleute standen 2011 im Mittelpunkt der Sonderausstellung „Lohntag im Schacht“. Bis in die 1960iger Jahre bekamen die Beschäftigten ihren Verdienst bar ausbezahlt. Zu Beginn des Bergbaus erfolgte die Entlohnung täglich, dann wöchentlich und schließlich monatlich, wobei sie bei Letzteren ihren Verdienst in zwei Teilen bekamen, zunächst einen Abschlag und dann die Restzahlung. Die Zusammensetzung und die Auszahlung des Verdienstes wurde in Lohnbücher bzw. Gehaltsbüchern - wie dem Objekt des Monats, dem Gehaltsbuch von Paul Schubert - notiert.

Paul Schubert arbeitete als Steiger im Gottes-Hilfe-Schacht in Oelsnitz/Erzgeb. Das Gehaltsbuch geht von Juli 1922 bis Dezember 1924 und liegt somit Mitten in der Inflationszeit der Weimarer Republik. Diese ist im Objekt des Monats deutlich erkennbar: Im Juni1922 lagen die Bruttobezüge bei etwas über 7.500 Mark. In der Zeit der Hyperinflation im folgenden Jahr stiegen sie auf über drei Milliarden Mark an. Da das Geld stetig an Wert verlor, wurden in dieser Zeit die Löhne und Gehälter wieder täglich ausbezahlt.

Das Objekt des Monats war Teil der Sonderausschau „Lohntag im Schacht“, die vom Kinderklub des Bergbaumuseums erarbeitet und gestaltet wurde. Wöchentlich treffen sich interessierte Kinder im Alter von 9 bis 16 Jahren und widmen sich gemeinsam mit den Museumspädagoginnen verschiedenste Themen rund um den Steinkohlenbergbau und das Museum.

 

 

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