Foto: Katja Lippmann-Wagner

Persönliches - Deborah Weise

Mit Deborah Weise aus Oberlungwitz gibt es im Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge ein neues Gesicht. Seit Anfang November ist sie Projektmitarbeiterin für die 4. Sächsische Landesausstellung.

„Eine solche Ausstellung mit erarbeiten zu dürfen, sehe ich als große Aufgabe, denn das Museum wird ja auch im Nachgang bis 2023 weiter umgestaltet“, sagt Deborah Weise, die seit 1. November zum Museumsteam gehört. Da eine Gestaltungsfirma mit im Boot sitze, könne sie sich voll und ganz auf die Objekt- und Themenrecherche konzentrieren.

Nach vier Jahren, die die heute 33-Jährige mit ihrem 3-jährigen Sohn und ihrer zweijährigen Tochter zuhause war, ist der Job in Oelsnitz/Erzgebirge ein willkommener Wiedereinstieg ins Berufsleben. „Die Stelle war ausgeschrieben. Regionalgeschichte interessiert mich und Teil einer so großen Ausstellung zu sein, war schon sehr interessant“, sagt die junge Frau. Von den Kollegen sei sie herzlich aufgenommen worden. „Alle Fragen werden beantwortet. Ich fühle mich sehr wohl.“

Da ihre kleine Familie – nach eigener Aussage – sehr gut organisiert sei, funktioniere momentan alles bestens. „Die Kinder gehen nur eine anderthalbe Stunde länger als zuvor in den Kindergarten. Die Großeltern wohnen ganz in der Nähe und unterstützen uns“, so Weise. Die Oberlungwitzerin studierte zunächst in Chemnitz Europäische Geschichte und schloss dies mit dem Bachelor ab, ehe sie in Oldenburg ihren Masterabschluss in Museum und Ausstellung machte.

Besucher habe sie zwar noch nicht durch das Anschauungsbergwerk geführt, aber schon an zwei Führungen teilgenommen. „Sie waren beide sehr spannend und lehrreich, aber ganz unterschiedlich“, sagt Deborah Weise.

Bevor sie in Elternzeit ging, war sie in Senftenberg als wissenschaftliche Mitarbeiterin in den Museen des Landkreises Oberspreewald-Lausitz tätig. Doch die gebürtige Sächsin, die in Bernsdorf bei Lichtenstein aufgewachsen ist, wollte unbedingt zurück in die Heimat.

Und was fasziniert sie an der Arbeit in einem Museum? „Für Geschichte habe ich mich schon immer interessiert. Aber ich bin auch ein kreativer Mensch - Im Museum verbindet sich beides, es ist eine sehr vielfältige Arbeit.“

Das Bergbaumuseum ist ihr dabei schon lange ein Begriff. „Da ich aus der Gegend komme, war es immer präsent.“ Zudem hat Deborah Weise eine ungewöhnliche Beziehung zum Bergbau. „Mein ursprüngliches Zuhause war das Verwaltungsgebäude eines Schachtes in Bernsdorf. Dort haben sie nach Steinkohle gesucht, aber nichts gefunden.“ Auch war sie zehn Jahre lang im ortsansässigen Jugendblasorchester aktiv. „Unsere Auftrittskleidung war eine Bergmannsuniform.“

Am Bergbaumuseum schätzt sie ganz besonders das Anschauungsbergwerk: „Das ist mein Lieblingsbereich, denn ich weiß, dass Besucher gern ein Museum erleben und das funktioniert hier perfekt.“ Es werde wunderbar gezeigt, wie früher untertage gearbeitet wurde. „Ich mag außerdem Museen, die in historischen Gebäuden untergebracht sind.“ Im Falle des Bergbaumuseums sei nicht nur das historische Gebäude gegeben, sondern passe auch der Inhalt, alles sei stimmig und authentisch. „Hier gibt es eine interessante Sammlung und viele Forschungsbereiche, die noch bearbeitet werden können“, freut sich Deborah Weise auf ihre Zukunft als Projektmitarbeiterin.

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