Ohne Kohle kein Boom – Willkommen im Revier!

Reichen Steinkohlenvorkommen verdankt Sachsen seine Vorreiterrolle bei der Industrialisierung Deutschlands. Von Beginn an haben Menschen mit ihrem Erfindergeist und ihrem Engagement den sächsischen Steinkohlenbergbau geprägt. Umgekehrt haben auch die „schwarzen Diamanten“ Landschaft und Menschen in den Abbaugebieten geformt. In diesem Spannungsfeld zwischen Technologie, Natur und Gesellschaft nimmt die Schauplatz-Ausstellung im Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge ihre Besucher mit auf eine Erlebnisreise durch die faszinierende Welt des sächsischen Kohlebooms.

Trailer 4. Sächsische Landesausstellung KohleBoom.

Die Erkundungstour rund um den weithin sichtbaren Förderturm des Lugau-Oelsnitzer Reviers steht unter dem Motto Kohle – Erbe – Wandel.

Was haben Karl Marx und Otto Lilienthal mit der Steinkohle zu tun? Welchen Rekord stellte Adolf Hennecke auf? Wer war Willibald Mayerl? Auf ihrem Weg durch die Ausstellung begegnen unsere Besucher vielen Persönlichkeiten, deren Leben eng mit der sächsischen Steinkohle verbunden war. Es begleiten sie aber auch Menschen, die als Erben der Steinkohlentradition dieses sächsische Kulturerbe bewahren, den Wandel nach der Stilllegung gestaltet haben und dies bis heute tun.

Realistische Inszenierungen und zahlreiche Großexponate im Innen- und Außenbereich machen den Besuch in diesem industriellen Originalschauplatz der sächsischen Steinkohlenförderung für jede Generation zu einer abenteuerlichen Entdeckungsreise:

Der Gang durch den urzeitlichen „Steinkohlenwald“ vermittelt, wie vor über 300 Millionen Jahren riesige Bäume und Farne zu Steinkohle gepresst wurden. In unserem Anschauungsbergwerk rattert schweres Abbaugerät und die Spuren der Bergleute führen durch die beeindruckenden Gänge des Schachtes. Weitere Höhepunkte sind Sachsens größte funktionstüchtige Dampffördermaschine mit 1.500 PS in Aktion sowie zahlreiche virtuelle "Zeitzeugen" mit spannenden Geschichten. In der zur Landesausstellung erstmals öffentlich zugänglichen, restaurierten und sanierten „alten Schmiede“, dem ältesten Gebäude auf dem ehemaligen Werksgelände, erzählen ausgewählte Exponate, Fotografien, Zeichnungen und Pläne 800 Jahre Geschichte der Steinkohlengewinnung in Sachsen. Entstanden ist eine Ausstellung, die erstmalig einen Eindruck von der Komplexität des gesamten Steinkohlenbergbaus in Sachsen, seiner Bedeutung und Auswirkung auf Mensch, Wirtschaft, Natur und Kultur vermittelt.

Das Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge erfindet sich zurzeit neu und ist aktuell für eine grundlegende bauliche und konzeptionelle Museumserneuerung bis 2023 geschlossen. Für die Dauer der Landesausstellung vom 11. Juli bis 31. Dezember 2020 öffnet sich ein Zeitfenster, in dem sich das ehemalige Schachtgelände als einzigartiger Erlebnis- und Lernort rund um den sächsischen KohleBoom. präsentiert.