Die Zentralausstellung im Audi-Bau Zwickau

Foto: A. Gosch

Das temporär im Audi-Bau Zwickau beheimatete "Museum für Industriekultur in Sachsen" erzählt im Rahmen seiner Zentralausstellung auf über 2.500 m² von der wechselvollen Geschichte der hart arbeitenden Menschen einer schon früh industrialisierten Region. In einem unterhaltsamen Themenparcours präsentiert sie historische Objekte und Dokumente, technische Geräte, Fotografien und Filme aber auch wertvolle Kunstwerke und spektakuläre Medieninstallationen. Mit dieser Zusammenstellung bietet der Rundgang überraschende Zugänge zur faszinierenden Welt der fünfhundertjährigen sächsischen Industriekultur. Unabhängig von ihren Interessen und Vorkenntnissen erwartet die Besucherinnen und Besucher des Museums für Industriekultur in Sachsen das eindrucksvolle kulturhistorische Panorama einer vergangenen Zukunft mit Ausblicken auf das Sachsen von morgen.

Dauernde Veränderung und Beschleunigung sind die Signatur des modernen Lebens. Die Zentralausstellung wird diese Prozesse in den verschiedenen Teilsystemen der Gesellschaft nachverfolgen. Es wird die fundamentalen Veränderungen des Alltagslebens sichtbar machen, die etwa seit der Mitte des 19. Jahrhunderts durch die neuen Arbeitsformen an hoch entwickelten Maschinen durch eine bisher unbekannte Mobilität oder die Allgegenwart der elektrischen Energie entstanden sind. Auch die sozialen und politischen Bestrebungen, die auf die Herausforderungen des permanenten Wandels antworten, werden im Museum für Industriekultur in Sachsen ihren Platz finden. Dazu gehört die Entstehung demokratischer Verfassungen und Parteien oder der Frauenbewegung ebenso wie eine neue Formgebung in der Industrie, die revolutionären Gegenentwürfe der Kunst, die Verheißungen der Massenkultur oder die Herausbildung einer modernen Körperkultur und des Sports.