Vom Bergwerk zum Museum

Foto: A. Gaube

Als der Zwickauer Bergfaktor Karl Gottlob Wolf am 7. Januar 1844 in Neuoelsnitz ein abbauwürdiges Steinkohlenflöz in neun Meter Tiefe fand und als erster dort bergmännisch Kohle gewann, war das die Geburtsstunde des Bergbaues in der Region Lugau-Oelsnitz.

Von da an wurden hier die "Schwarzen Diamanten" in einer wechselvollen Geschichte der Schächte und Bergwerksgesellschaften gefördert.

Bis 1900 etwa arbeiteten im Revier neben vielen kleineren etwa dreißig wirtschaftlich bedeutende Schächte.

1869 kam der Kaiserin-Augusta-Schacht hinzu, der sich durch mehrere Um- und Erweiterungsbauten von 1923 bis 1940 zur modernsten Steinkohlenförderanlage Deutschlands entwickelte. 1946 wurde er in „Karl-Liebknecht-Schacht“ umbenannt.

Wegen des Rückganges der Vorkommen beschloss 1967 die Regierung der damaligen DDR, den Steinkohlenbergbau im Lugau-Oelsnitzer Revier einzustellen. Am 31. März 1971 verließ der letzte Kohlenhunt den Karl-Liebknecht-Schacht. Bis zu diesem Zeitpunkt waren im gesamten Revier 142 Millionen Tonnen Steinkohle gefördert worden.

Nach der Stilllegung begann in den markantesten Übertageanlagen des einstigen "Karl-Liebknecht-Schachtes" ab 1976 der Aufbau des Bergbaumuseums Oelsnitz. Zehn Jahre später konnte es zum "Tag des Bergmanns" am 4. Juli 1986 eröffnet werden. Es wurde seitdem mehrfach umgebaut und erweitert.