Umbau und Modernisierung

Das Bergbaumuseum ist in den denkmalgeschützten Industriegebäuden eines früheren Bergwerkes untergebracht, die zwischen 1895 und 1935 errichtet wurden. Nach Schließung des Schachtes 1971 erfolgte deren Umbau für den Museumsbetrieb. Am 1. Juli 1986 wurde das Museum schließlich eröffnet.

Ab 2013 erfolgten im Museum erste Überlegungen und Sondierungen zu einer umfassenden Sanierung und Modernisierung. Ausschlaggebend waren die seit 1986 nahezu unveränderte Dauerausstellung sowie der bauliche Zustand des Förderturmes und weiterer Gebäudeteile. Im Jahr 2017 erfolgte eine öffentliche Ausschreibung zur Findung eines Generalsplaners für die denkmalgerechte Sanierung und den Umbau des Museums durch den Erzgebirgskreis als Träger. Den Zuschlag erhielt das Planungsbüro IPROconsult aus Dresden als Generalplaner mit seinem Nachauftragnehmer KEM Kommunalentwicklung Mitteldeutschland. Die Gestaltung der neuen Dauerausstellung auf Grundlage des wissenschaftlichen Ausstellungskonzeptes des Museums übernimmt die Agentur für Gestaltung ö-konzept aus Zwickau.

Notwendige Maßnahmen

Die notwendigen Maßnahmen sind vielfältiger Art und betreffen fast alle Gebäudeteile. Dazu gehört beispielsweise die Sanierung von Stahlbauteilen unterschiedlichster Materialgüte (bedingt durch die zeitlich versetzte Errichtung der Gebäude), eine Erneuerung der Dächer und Ertüchtigung deren Tragwerke, Trockenlegungsarbeiten am Mauerwerk, vielfältige Erneuerungen im Bereich der technischen Gebäudeausrüstung, große Investitionen in den Brandschutz bis hin zu kleineren Reparaturarbeiten. Die Baumaßnahmen müssen so durchgeführt werden, dass sie die Umsetzung der neuen Museumskonzeption ermöglichen.

Erneuerung der Dauerausstellung

Die Dauerausstellung und der Rundgang durch die Anlage mit Anschauungsbergwerk bestand nahezu unverändert sein der Museumseröffnung 1986. Erstmals erfolgte im Jahr 2010 mit der Museumserweiterung um das Knappschaftshaus die Einrichtung eines neuen, modernen Teils der Dauerausstellung zur Geologie der Steinkohle mit Inszenierung des Steinkohlenwaldes. Nun ist es jedoch erforderlich, die Ausstellung grundlegend zu erneuern. Neue Forschungsergebnisse müssen berücksichtigt werden, der Sammlungsbestand hat sich umfassend erweitert und somit auch die in einer Ausstellung zu zeigenden Objekte. Außerdem ist es dringend erforderlich, die Dauerausstellung entsprechend neuer Ansätze in der Vermittlung, der Ausstellungsgestaltung und Präsentätion der Exponate zu entwickeln.  

Investitionssumme

Die Gesamtinvestitionssumme ist mit 23 Mio. EUR geplant. Die Finanzierung der Maßnahme setzt sich aus Fördermitteln und aus Eigenanteilen des Erzgebirgskreis und der Stadt Oelsnitz/Erzgeb. zusammen.

Voraussichtlicher Zeitplan

Die Planung des Bauvorhabens war im Herbst 2018 soweit fortgeschritten, dass die Ausschreibungen für Bauleistungen erfolgten. Mitte Februar 2019 begannen die Baumaßnahmen vor Ort. Zwischen Juli und Dezember 2020 wurden die Bamaßnahmen eingeschränkt, da das Museum als Schauplatz KohleBoom. an der 4. Sächischen Landesausstellung beteiligt war. Die Fertigstellung und Wiedereröffnung des Museums ist für den Herbst 2023 geplant.

Museumsbetrieb während der Bauzeit

Aufgrund der Baumaßnahmen bleibt das Museum voraussichtlich bis zur 2. Jahreshälfte 2023 geschlossen. Trotzdem bietet das Museumsteam während der Bauzeit verschiedene Programme für Schulklassen und Kindergärten an - jedoch immer entsprechend der jeweiligen Möglichkeiten hinsichtlich der Corona-Pandemie. Dazu gehören Angebote wie das "Mobile Museum", Kinderklub oder Geocachingtouren. Auch unterschiedliche Veranstaltungen wie Bergmannsstammtische, Leseabende, Ferienprogramme oder Hutznabende werden weiterhin angeboten. Anmietungen von Museumsräumlichkeiten, die bisher sowohl für private als auch für betriebliche Anlässe erfolgten, sind weiterhin möglich. Das Eiscafé auf dem Museumsgelände bleibt während der gesamten Zeit geöffnet.

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