Das Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge wird saniert und umgebaut

Das Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge ist in den denkmalgeschützten Industriegebäuden eines früheren Bergwerkes untergebracht, die zwischen 1895 und 1935 errichtet wurden. Nach Schließung des Schachtes 1971 wurden sie für den Museumsbetrieb umgebaut, die Museumseröffnung war 1986.

Das Industriedenkmal wird nun denkmalgerecht saniert und umgebaut. IPROconsult ist als Generalplaner (Vertrag wurde im August 2017 unterzeichnet) mit seinem Nachauftragnehmer KEM Kommunalentwicklung Mitteldeutschland verantwortlich für die Planungen der Architektur, Tragwerk, Technische Ausrüstung, Freianlagen und Brandschutz. Für die Gestaltung der Räume des Museums arbeitet der Generalplaner zusammen mit der Firma ö-konzept.

Notwendige Maßnahmen

Die notwendigen Maßnahmen sind vielfältiger Art und betreffen fast alle Gebäudeteile.

Hier einige Beispiele: die Sanierung von Stahlbauteilen unterschiedlichster Materialgüte (bedingt durch die zeitlich versetzte Errichtung der Gebäude), eine Erneuerung der Dächer und Ertüchtigung deren Tragwerke , Trockenlegungsarbeiten an Mauerwerk, vielfältige Erneuerungen im Bereich der technischen Gebäudeausrüstung, große Investitionen in den Brandschutz bis hin zu kleineren Reparaturarbeiten. Die Baumaßnahmen müssen so durchgeführt werden, dass sie die Umsetzung der neuen Museumskonzeption ermöglichen.

Investitionssumme

Die Gesamtinvestitionssumme ist mit 17,25 Mio. EUR geplant. Die Finanzierung der Maßnahme setzt sich aus Fördermitteln und aus Eigenanteilen des Erzgebirgskreis und der Stadt Oelsnitz/Erzgeb. zusammen.

Voraussichtlicher Zeitplan

Die Vorplanung ist abgeschlossen. Derzeit wird die Entwurfsplanung erstellt. Geplant ist, in der zweiten Jahreshälfte mit den Ausschreibungen für Bauleistungen zu beginnen.

Im Jahr 2020 ist eine erste Teilfertigstellung geplant. Da das Bergbaumuseum als einer von sechs Schauplätzen für die 4. Sächsische Landesausstellung „Industriekultur“ ausgewählt wurde und den sächsischen Steinkohlenbergbau repräsentiert, ist es notwendig, einen Teil des Museum bis April 2020 fertigzustellen.

Der Abschluss der Gesamtmaßnahme ist für 2023 geplant.

Museumsbetrieb während der Bauzeit

Einschränkungen für die Museumsbesucher lassen sich während der Bauzeit nicht vermeiden. In welcher Form und in welchem Umfang kann jedoch zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht genau benannt werden.
Ziel ist es, das Anschauungsbergwerk möglichst immer für Besucher zugänglich zu halten.
Aber auch die Angebote für Schulklassen und Kindergärten sollen möglichst auch während der Bauzeit angeboten werden können.

Zu Einschränkungen des Museumsbetriebs während der Bauzeit wird rechtzeitig informiert.

Ein Veranstaltungsprogramm wird das Museum auch während der Sanierungsphase anbieten. Hier lohnt sich eine regelmäßige Beobachtung der Museumsaktivitäten in den Medien oder auf der Museumswebsite. Auch der Erlebnisspielplatz Zwergenschacht ist weiterhin zugänglich, ebenfalls das auf dem Museumsgelände befindliche Eiscafé.

Im Knappschaftshaus des Museums, das von den Baumaßnahmen nicht betroffen ist, können Besucher auch während der Bauphase die geologische Abteilung zur Entstehung der Steinkohle mit dem Steinkohlenwald besichtigen, ebenso die Ausstellung zur Sächsischen Überlandbahn Oelsnitz/Erzgeb. – Hohenstein/Ernstthal.

Auch die Anmietungen von Museumsräumlichkeiten, die bisher sowohl für private als auch für betriebliche Anlässe erfolgten, sind weiterhin möglich.

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