Pressemitteilungen

Veranstaltungsinformation

Ein Schmuck und Zierde unter den Schächten des Ortes

Bergmannsstammtisch am 13. Februar, 18 Uhr

Das Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge und die Knappschaft des Lugau-Oelsnitzer Steinkohlenbergbaus e.V. laden am 13. Februar, 18 Uhr zum ersten Bergmannsstammtisch 2019 ein.

Der Referent Heino Neuber gibt einen Rückblick auf die Entwicklung des Kaiserin-Augusta-Schachtes, in dem heute das Bergbaumuseum untergebracht ist. Anlass ist der 150. Jahrestag des ersten Spatenstichs am 6. Juni 1869.

Im Vortrag erläutert Neuber die Wandlung einer Schachtanlage am Beispiel des Kaiserin-Augusta-Schachtes. 1869 angelegt durch die Fürsten von Schönburg, erkannte man schnell das Leistungsvermögen dieses Bergwerkes. Mit dem Verkauf an den Steinkohlenbauverein Gottes Segen in Lugau 1895 wuchs dessen Bedeutung für den Steinkohlenbergbau. Der sächsische Staat als Besitzer ließ hier 1920 den modernsten Kohlenschacht Deutschlands entstehen. Durch die Aktivistenbewegung von Adolf Hennecke wurde das Steinkohlenwerk nach 1945 zum Ausgangspunkt und zum Symbol der DDR-Geschichte. Am 31. März 1971 förderten die Kohlekumpel den letzten Hunt Steinkohle. Anschließend erfolgte der Aufbau des Bergbaumuseums als eine der ersten Stätten der Industriekultur.

Heino Neuber ist Mitarbeiter des Bergbaumuseums und Vorsitzender der Knappschaft des Lugau-Oelsnitzer Steinkohlenreviers. Sein Vortrag steht unter dem Titel „Ein Schmuck und Zierde unter den Schächten des Ortes“. Damit wird die besondere und markante Architektur des Bauwerkes aufgegriffen.

Der Eintritt zum Bergmannsstammtisch ist frei.

Pressemitteilung 03/2019

Schauplatz Kohle

Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge präsentiert den sächsischen Steinkohlenbergbau als „Brot der Industrie“ zur 4. Sächsischen Landesausstellung 2020

Vom 25. April bis 1. November 2020 ist das Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge einer von sechs authentischen Schauplätzen der 4. Sächsischen Landesausstellung zur Industriekultur. Die Teilnahme als Schauplatz Kohle ist eine wichtige Etappe im Zuge der Museumserneuerung.

Das Museum wurde 1986 als Traditionsstätte des sächsischen Steinkohlenbergbaus eröffnet. Es zählt zu den größten Museen seiner Art in Deutschland. Untergebracht in den übertägigen Anlagen eines früheren Steinkohlenbergwerkes, präsentiert das Haus die Geschichte des Steinkohlenbergbaus in Sachsen. Für die Steinkohle, auch als „schwarze Diamanten“ bezeichnet, ist im Zuge der Industrialisierung im 19. Jahrhundert ein immenser Bedeutungszuwachs festzustellen. Als „Brot der Industrie“ trug der Energieträger maßgeblich dazu bei, die wirtschaftlich-industrielle Entwicklung Sachsens voranzutreiben und damit Grundlagen für gegenwärtige und künftige Entwicklungen zu legen. 

Während der Landesausstellung 2020 erfahren Besucher Wissenswertes über die Entstehung des Rohstoffes Steinkohle, seine Eigenschaften und die Möglichkeiten zur Verwendung. Bedeutende Ereignisse, interessante Entwicklungen sowie Meilensteine des sächsischen Steinkohlenbergbaus werden vorgestellt. Dabei wird deutlich, welchen Einfluss dieser Bergbauzweig seit dem späten Mittelalter und insbesondere im Zuge der Industrialisierung auf die soziale, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung Sachsens hatte.

Hintergrund: 4. Sächsische Landesausstellung zur Industriekultur 2020

Vom 25. April bis 1. November 2020 richtet der Freistaat Sachsen die 4. Sächsische Landesausstellung zur Industriekultur in Südwestsachsen aus. Die zentrale Leitausstellung in Zwickau, welche das Deutsche Hygiene-Museum Dresden ausrichtet, wird sich in einem kulturhistorischen Panorama mit dem Wechselspiel von Industrie, Wissenschaft, Kultur und Mensch auseinandersetzen. Begleitend werden sechs Schauplatzausstellungen zu sehen sein, die an authentischen Orten der

sächsischen Technik- und Industriegeschichte wichtige Schlüsselbereiche der Produktion vorstellen. Mit der umfassenden und zugleich vernetzten Ausrichtung der Landesausstellung wird die gesamte Region Südwestsachsen in ihrer eindrucksvollen Vielfalt und internationalen Bedeutung in das Licht der Öffentlichkeit gerückt.

 

Pressemitteilung 02/2019

Ein vergessener Maler des Erzgebirges

Sammlung Erzgebirgische Landschaftskunst widmet Sommerausstellung 2019 dem heute weitgehend unbekannten Künstler Georg Höhlig

Der Maler Georg Höhlig steht im Mittelpunkt der Sommerausstellung, die vom 21. Juni bis zum 27. Oktober dieses Jahres auf Schloss Schlettau zu sehen ist.

Höhlig wurde am 5. Januar 1879 in Leipzig geboren und starb am 6. Dezember 1960 in Erla-Crandorf. Er studierte an den Akademien in Leipzig und München. Studienreisen führten ihn durch ganz Europa. 1913 bereiste er erstmals das Erzgebirge und kehrte oft in diese Region zurück. Ein beliebter Aufenthaltsort war Waschleithe. Ab 1940 bis zu seinem Tod lebte er in Erla-Crandorf.

Georg Höhlig schuf zahlreiche Gemälde vom Erzgebirge in einem kultivierten, spätimpressionistischen Stil. Die Ausstellung führt erstmals zahlreiche Werke seines Schaffens zusammen und möchte ein größeres Publikum auf den Maler aufmerksam machen. Sein Schaffen ist heute nur noch einem kleinen Sammlerkreis bekannt.

 

Pressemitteilung 01/2019

Das Museumsjahr 2019

Nach mehr als 30 Jahren Museumsbetrieb beginnt 2019 die umfangreiche Erneuerung des Bergbaumuseums Oelsnitz/Erzgebirge. Damit ist zunächst eine 16-monatige Schließung verbunden. In dieser Zeit ist das Museumsteam hinter den Kulissen weiter aktiv. 

Mit Beginn der ersten Bauphase schließt das Museum vom 7. Januar 2019 bis 24. April 2020. Als einer von sechs authentischen Schauplätzen der 4. Sächsischen Landesausstellung wird am 25. April 2020 ein Teil der neuen Dauerausstellung eröffnet. Parallel dazu beginnt die 2. Bauphase, in der Anschauungsbergwerk, Hängebank und Förderturm bis 2023 überarbeitet werden. Die neu eröffneten Ausstellungbereiche werden in dieser Zeit weiterhin zu sehen sein.

Für das Museumsteam stehen 2019 vielfältige Aufgaben an. Trotz Schließung wird hinter den Museumswänden fleißig gearbeitet. So wird bis Ende Januar das Museum völlig beräumt, damit die Bauarbeiten pünktlich starten können. Die Ausstellung wird abgebaut, die Exponate werden verpackt und eingelagert.

Die Kuratoren widmen sich der intensiven und detaillierten wissenschaftlichen Erarbeitung der neuen Ausstellung. 

Einhergehend mit der völligen Veränderung des Rundganges muss auch die Infrastruktur komplett erneuert und angepasst werden. Kasse und Museumsshop ziehen um, die Museumswerkstatt wechselt in andere Räumlichkeiten, damit der museumspädagogische Bereich erweitert werden kann.

Die 4. Sächsische Landesausstellung 2020 wird vorbereitet, unter anderem entwickelt das Museumsteam ein Begleitprogramm für den Schauplatz Kohle.

Das Jahr 2019 wird zudem für die Erstellung eines neuen Museumskonzeptes genutzt: Unter anderem wird das Sammlungskonzept angepasst, das Vermittlungskonzept überarbeitet, ebenso das Marketing- und das Sicherheitskonzept.

An ausgewählten Terminen 2019 bietet das Museum trotz der Schließung verschiedene Veranstaltungen an, die unabhängig vom Baugeschehen im Nebengebäude „Knappschaftshaus“ stattfinden. Ferienprogramme, Bergmannsstammtische und das Schachtgeflüster sind ebenso erlebbar wie die traditionellen Hutznohmde und das Adventssingen der Chöre.

Auch die Vermittlung sächsischer Bergbau- und Industriegeschichte findet weiterhin statt. Die Museumspädagoginnen haben sich etwas Besonderes einfallen lassen:

Neben ausgewählten Angeboten im Museum wird 2019 ein Museumskoffer gepackt. Hierfür wurden vier spezielle Projekte entwickelt, die sich für die Durchführung im Klassenzimmer eignen. Die Programme „Lohntag im Schacht“, „Steine erzählen Geschichten“, „Ausgekohlt?! – Zum Ende des Steinkohlenbergbaus in Deutschland“ oder „Alles kommt vom Bergwerk her“ können von Lehrern gebucht werden.

Der Kassenbereich des Museums ist während der baubedingten Schließzeit ab 29. Januar 2019 Dienstag bis Donnerstag von 11 bis 16 Uhr für Fragen, Auskünfte und Kartenbestellungen geöffnet. In dieser Zeit ist auch die Telefonzentrale besetzt, erreichbar unter 037298/93940.